
Warum „wasserdicht“ für Badezimmerheizungen nicht ausreicht
Die Installation eines Infrarotheizers im Badezimmer ist keine einfache Aufgabe. Es herrscht starker Dampf, hohe Feuchtigkeit – und gelegentlich trifft auch direktes Wasser auf die Geräte. Um eine IPX5-Zertifizierung zu erhalten, muss der Gehäuseaufbau dazu in der Lage sein, das Wasser von den Elektronikkomponenten abzuhalten.
Doch hier liegt das Problem: Ein Dichtungsmaterial, das anfangs perfekt funktioniert, kann bereits nach sechs Monaten versagen. Warum? Weil Wärme dazu führt, dass sich die Materialien dehnen und zusammenziehen. Dieses ständige „Atmen“ der Materialien führt letztendlich dazu, dass die Dichtungen verschleißen.
Wir versuchen zunächst, die Dichtungen zu zerstören
Wir besprühen die Geräte nicht einfach einmal und sind dann fertig. Das wäre viel zu einfach. Stattdessen unterziehen wir jede Charge einer „Feuchtigkeitstemperaturbelastung“. Im Grunde „quälen“ wir die Heizgeräte, indem wir sie zwischen extrem hoher Temperatur und hoher Feuchtigkeit hin- und herschalten – damit sie so behandelt werden, als würden sie jahrelang in einem dampfigen Badezimmer verwendet werden. Wir wollen herausfinden, ob die Dichtungen und Klebstoffe tatsächlich dieser Belastung standhalten können.
Wenn eine Dichtung schwach ist, dringt Feuchtigkeit ein. Wenn Wasser die Hochspannungskontakte erreicht, kann es zu Funkenflug oder sogar einem totalen Versagen des Geräts kommen. Wenn das Gerät nach dieser Belastungsprobe nicht mehr die IPX5-Zertifizierung erfüllt, ist es defekt. Dann müssen wir das Design überarbeiten und von vorn beginnen.
Das Problem mit extremer Hitze
Kurzwell-Infrarotlampen sind zwar gut – sie liefern sofortige Wärme – doch sie werden an einer Stelle extrem heiß. Solche Temperaturen können Plastik verformen oder Gummidichtungen im Laufe der Zeit zerstören. Um das zu verhindern, verwenden wir hochwertige Silikone sowie verstärkte Polymermaterialien. Dadurch bleibt die wasserdichte Schicht vor dem Zerbrechen oder Schmelzen geschützt.
Aber Achtung: Die IPX5-Zertifizierung gilt nur für Spritzwasser – nicht für das Baden im Wasser. Wenn Sie die Geräte ins Wasser tauchen oder einen Hochdruck-Reiniger verwenden möchten, eignen sie sich nicht dafür.
Was das für Sie bedeutet
Wir erledigen all diese Aufwendigkeiten, damit Sie sich nicht mit nervigen Problemen herumschlagen müssen. Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Heizgerät, das zwar die grundlegenden Fabriktests besteht, aber drei Monate nach der Installation kaputtgeht. Durch die Belastung der Materialien stellen wir sicher, dass die elektrische Isolierung über die gesamte Lebensdauer des Produkts hält. Sie installieren das Gerät – es funktioniert – und müssen sich danach keine Sorgen mehr machen.